Kultur

 24.08.2015

Bewährtes und Neues am SST

Dagmar Schlingmann ist seit der Spielzeit 2006/2007 General­intendantin des Saarlän­dischen Staatstheaters. Nach Ende der Spielzeit 2016/2017 wechselt sie an das Staatstheater Braunschweig. Foto: Björn Hickmann

Starkes Theaterstück mit bekannten Songs: Die Dreigroschenoper von Bertolt Brecht steht wieder auf dem Spielplan des Saarländischen Staatstheaters. Ab 10. Dezember gibt es fünf Vorstellungen in der Alten Feuerwache. Foto: Thomas M. Jauk/StagePicture

Für ihre vorletzte Spielzeit in Saarbrücken hat sich Dagmar Schlingmann, seit 2006 Generalintendantin des Saarländischen Staatstheaters, viel vorgenommen. Neben der Wiederaufnahme von Erfolgsstücken stehen bereits im September jede Menge Premieren auf dem Spielplan.

Zur Einstimmung gibt es ein Open Air Promenadenkonzert am Sonntag, 13. September um 20 Uhr auf dem Tbilisser Platz. Am Samstag, 19. September, geht es dann im Staatstheater los: Die Mozart-Oper Don Giovanni unter der musikalischen ­Leitung von Nicholas Milton in der Inszenierung von Dagmar Schlingmann feiert Premiere. Außerdem in der Sparte Oper erstmals zu erleben: Dvoráks Rusalka, die Verdi-Opern Falstaff und Rigoletto sowie Peter Grimes von Benjamin Britte, die die weltweit gefeierte Mezzosopranistin, Regisseurin und ­Festivalleiterin Brigitte Fassbaender in Szene setzen wird. Noch mehr Musiktheater gibt es mit der Operette Die Piraten von Penzance und der Ballettoper Platée, bei das Opern- und das Ballettensemble des SST gemeinsam auf der Bühne stehen. Wieder auf dem Opern-Spielplan stehen Ein Maskenball von Verdi, Die Zauberflöte von Mozart, Madama Butterfly von ­Puccini und das Erfolgsmusical The Rocky Horror Show.

"Wir untersuchen mit vielen Produktionen die ins Wanken gekommene Beziehung des Einzelnen zu seiner Welt. Ein Thema, das nicht nur die Flüchtlingsproblematik aufgreift, ­sondern auch das Sich-Nicht-Mehr-Zurechtfinden in einer immer komplizierter werdenden Welt", erklärt Dagmar Schlingmann das Motto der SST-Spielzeit 2015/16 "Fremd in der Welt". Das wird auch im Schauspiel deutlich: Neben Elfriede Jelineks hochaktuellem Text Die Schutzbefohlenen zur Flüchtlingspolitik in Europa werden das preisgekrönte Stück Eine Familie, Brechts Leben des Galilei, Shakespeares Romeo und Julia, die Dramatisierung von Joseph Roths Roman Hiob und eine Bühnenfassung des Films Der Elefantenmensch zu sehen sein. Vom 25. bis 28. November findet zudem Primeurs, das Festival für frankophone Gegenwartsdramatik statt. Zu den Wiederaufnahmen zählen Die Dreigroschenoper und The Black Rider.

Die sparte4 zeigt unter anderem die zwei deutschsprachigen Erstaufführungen Möglicherweise gab es einen Zwischenfall sowie Open House und - wieder - Der Kleine Prinz sowie Tschick.

Im Oktober 2015 wird das Ballett die Spielzeit mit dem ­Tanzfestival Saar eröffnen, das unter der künstlerischen ­Leitung von Ballettdirektor Stijn Celis steht (Bericht folgt). Auch der dreiteilige Abend Chaix_Celis_ Kylián, wird die vielfältige Welt des Balletts aufzeigen.

Neben zahlreichen Konzerten, darunter acht Sinfonie­konzerte sowie Neujahrs- und Wunschkonzert, dürfen sich Freunde klassischer Musik auf auf "Inspiration", eine neue ­Konzertreihe in der Alten Feuerwache, die Impulse großer ­Komponisten aufgreift, freuen.

Für junge Theaterbesucher gibt es wieder ein Weihnachtsstück: Drei Haselnüsse für Aschenbrödel steht von 8. November bis 17. Januar 38 Mal auf dem Spielplan.

Informationen zu Ensembles, Produktionen, Terminen ­Karten und Abonnements gibt es im Internet unter www.staatstheater.saarland.de. ro


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