Politik

 16.12.2016

Rehlinger: Keine gravierenden Änderungen in Wirtschaftsbeziehungen nach Wahlsieg Trumps

Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger. Foto: Dirk Guldner/Ministerium

Dem Außenseiter Donald Trump gelang am 8. November die Sensation: Nicht die Demokratin Hillary Clinton, sondern der umstrittene Republikaner hat überraschend und entgegen der allermeisten Umfragen die ­Präsidentschaftswahl in den USA gewonnen. Der Milliardär wird nun im Januar als der 45. Präsident in das Weiße Haus ­einziehen. Er kann beim Regieren auch auf die Mehrheit
seiner Republikaner im US-Kongress setzen und mögliche ­entscheidende Vorhaben umsetzen. So verteidigten die Kon­servativen ihre Mehrheiten im Senat und im Repräsentantenhaus. Nun muss sich Deutschland wohl oder übel mit Trumps außen- und wirtschaftspolitischen Positionen auseinander­setzen.

Die USA gehören seit Jahren auch zu den wichtigsten Handelspartnern der Saarwirtschaft. „Obwohl sich der designierte 45. Präsident im Wahlkampf mit Slogans wie „Make America Great again“ und „America first“ profiliert hat, ist derzeit nicht davon auszugehen, dass sich die wirtschaftlichen Be­­ziehungen zum Saarland gravierend verändern“, so die Einschätzung von Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger. Zwar könne nur schwer eine belastbare Prognose zur künftigen ­Wirtschaftspolitik der USA unter dem neuen Präsidenten ab­­gegeben werden. Allerdings seien Trumps Aussagen zur Außenhandelspolitik vor folgendem Hintergrund zu bewerten: „Die wichtigsten Handelspartner der USA sind Kanada, Mexiko und China. Gerade die Wirtschaftsbeziehungen zu China ­könnten darunter leiden, dass sehr viel aus China importiert, aber wenig dorthin exportiert wird.“ Das werde einer der ­zentralen Punkte sein, den Donald Trump wirtschaftspolitisch korrigieren möchte.

Im vergangenen Jahr hat das Saarland Waren im Wert von rund 1,5 Milliarden Euro in die USA exportiert. Die wichtigsten Exportwaren sind Fahrzeugteile gefolgt von Eisen- und Stahlerzeugnissen. Die Einfuhren aus den USA beliefen sich 2015 auf 502 Millionen Euro. Rund 4 Prozent der saarländischen Importe kamen damit aus den USA. Die bedeutendsten Importe sind pharmazeutische Erzeugnisse und Steinkohle.

Aktuell befinden sich die Vereinigten Staaten auf Platz 3 der bedeutendsten Exportländer und auf Platz 6 der wichtigsten Importländer für das Saarland.


© 2015 Saarländische Wochenblatt Verlagsgesellschaft mbH

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