Wirtschaft

 03.06.2017

Flächendeckender NGA-Breitbandausbau im Saarland

Das Ausbaugebiet und seine Aufteilung auf die drei Netzbetreiber Deutsche Telekom (magenta), inexio (grün) und VSE NET (orange). Illustration: eGo-Saar/Staatskanzlei

Saarlandweit soll es demnächst flächendeckend Bandbreiten von mindestens 50 Mbit/s geben. Den Zuschlag für den NGA-Breitbandausbau erhielten jetzt die drei Netzbetreiber Deutsche Telekom, inexio und VSE NET. In der Staatskanzlei unterzeichneten die Anbieter und der Zweck­verband eGo-Saar die dafür erforderlichen Ausbauverträge. Der Ausbau erfolgt zuschussfrei; er soll zum Jahresende 2018 abgeschlossen sein. Von der Maßnahme werden landesweit rund 75.000 Haushalte und Gewerbebetriebe in mehr als 200 Ortsteilen profitieren.

Obwohl das Saarland im bundesweiten Vergleich über­durchschnittlich gut versorgt ist, gibt es mit Blick auf hohe NGA-Bandbreiten („Next Generation Access“) noch Versorgungslücken – in ländlichen, aber auch in städtisch geprägten Regionen. Das Projekt „NGA-Netzausbau Saar“ soll diese digitale Kluft schließen. Im September 2016 startete deshalb der kommunale Zweckverband eGo-Saar in enger Zusammenarbeit mit der Staatskanzlei ein aufwändiges Auswahl- und Verhandlungsverfahren, um Netzbetreiber zu finden, die den Ausbau in allen Bereichen des Landes ohne konkrete Versorgungsperspektive vorantreiben können. Nach intensiven Verhandlungen steht nun das Ergebnis des Auswahlverfahrens fest. Die drei Netzbetreiber Deutsche Telekom, inexio und VSE NET konnten sich im Wettbewerb durchsetzen und wurden vom eGo-Saar mit dem Netzausbau beauftragt. Jeder Netzbetreiber wird rund ein Drittel der 50.000 Gebäude im Projektgebiet mit Band­breiten von mindestens 50 Mbit/s versorgen. In die dazu ­notwendigen Infrastrukturen werden die Betreiber rund
50 ­Millionen Euro investieren – aus eigenen Mitteln, denn ­weitere Zuschüsse benötigen sie für den Ausbau nicht.

Nachdem der eGo-Saar die Ausbauverträge mit den Anbietern geschlossen hat, wird der Ausbau jetzt zügig anlaufen und bis zum 31. Dezember 2018 abgeschlossen sein.

Alle im Rahmen des Projektes geschaffenen Leerrohr- und Glasfaserinfrastrukturen werden dabei stets so ausgelegt, dass sie für künftige Netzausbauschritte weiter genutzt werden ­können. In diese nachhaltigen Infrastrukturen fließen fast 90 Prozent der für den NGA-Netzausbau notwendigen Investitionen. Auf den heute geschaffenen Infrastrukturen können die nächsten Schritte sogar bis hin zum Glasfaservollausbau nahtlos erfolgen.

„Mit dem heutigen Tag ist der flächendeckende NGA-Ausbau des Landes, den wir von langer Hand geplant und gemeinsam vorangetrieben haben, in trockenen Tüchern. Das ist nicht nur eine erfreuliche Nachricht für die Bevölkerung in noch unterversorgten Regionen, sondern sichert auch nachhaltig die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Saarland“, so der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Jürgen Lennartz. Schon heute ist das Saarland zu rund 77 Prozent mit Bandbreiten von mindestens 50 Mbit/s versorgt, weitere 7 Prozent werden innerhalb der nächsten zwei Jahre durch den Markt eigeninitiativ ausgebaut. Im Projekt „NGA-Netzausbau Saar“ werden nun die übrigen 16 Prozent mit hohen Bandbreiten versorgt. Diese Komponenten ergänzen sich gegenseitig und stellen gemeinsam den flächendeckenden NGA-Ausbau des Landes sicher.

red./tt


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