Wirtschaft

 24.04.2012

„Wir schaffen Atmosphäre“

Ein starkes Team: Seit 25 Jahren bietet die Firma Bodtländer Dächer, Photovoltaik und Terrassendächer in „5 Sterne Qualität“. Foto: Bodtländer

Ein starkes Team: Seit 25 Jahren bietet die Firma Bodtländer Dächer, Photovoltaik und Terrassendächer in „5 Sterne Qualität“. Foto: Bodtländer

Herr Bodtländer, Ihr Unternehmen wirbt mit dem Slogan „Wir schaffen Atmosphäre“. Was steckt hinter diesem Motto?

Roman Bodtländer: Uns besuchen Kunden mit den unterschiedlichsten Anliegen. Zwar reicht das Angebot unserer Dienstleistungen über mehrere Bereiche, nämlich Dachdeckerei und Terrassendächer, doch beim Kunden vertreten wir eine einzige Philosophie: Wir schaffen Atmosphäre. Zum einen ist der Slogan wörtlich zu verstehen. Wir betreiben in unserem Betrieb das zertifizierte Umweltmanagment EMAS d.h. Das bedeutet, wir stufen alle Stoffe, mit denen wir zu tun haben, in Gruppen ein und überprüfen diese auf Umweltverträglichkeit. Wir legen Wert auf Materialien wie zum Beispiel Holz, Zellulose, Metall und Ton, die umweltverträglich hergestellt werden und nach ihrem Gebrauch keine Probleme für die Umwelt darstellen. Die bedenklichen Materialien werden ganz vermieden oder auf ein Minimum reduziert.
Durch unser Energiespardach, bei dem das Dach hocheffizient gedämmt wird, und den Bau von Photovoltaikanlagen sparen unsere Kunden jede Menge CO2 ein: ein dreistelliger Tonnenbereich pro Jahr!
Zum anderen ist der Slogan „Wir schaffen Atmosphäre“ sinnbildlich zu sehen, ob der Wunsch nach mehr Wohnkomfort mit mehr Licht und behaglichem Wohnen durch den Bau eines Wintergartens oder einer Überdachung besteht oder dunkle, kalte Dachzimmer im Rahmen einer Dachsanierung mit Gauben oder Lichtbändern versehen werden. In beiden Bereichen kann die Atmosphäre die geschaffen werden soll, eine große Rolle spielen.

Wie verläuft ein Beratungsgespräch bei Ihnen?

Roman Bodtländer: Der private oder gewerbliche Kunde wird in unsere große Ausstellung eingeladen, um sich einen Überblick über unserer Produkte zu machen. Meist werden Fotos mitgebracht und wir können schon die favorisierte Stilrichtungen erkennen. Nach einem Ortstermin mit Aufmaß werden Fotos vom Objekt erstellt, um eine 3D-Animation anzufertigen. Der Kunde bekommt anschließend von uns ein kostenloses Angebot genau nach seinen Wünschen und finanziellen Möglichkeiten.

Die Firma Bodtländer existiert in vierter Generation. Sie haben sich vom kleinen, traditionellen Dachdeckerbetrieb zum mittelständischen Rundum-Dienstleister entwickelt. Wie haben sich die Anforderungen an das Dach entwickelt?


Roman Bodtländer:
Unser Betrieb bietet schon seit 25 Jahren „Das komplette Dach aus einer Hand“ an. Damit waren wir sicherlich Vorreiter, da früher Zimmerer, Klempner und Dachdecker unterschiedliche Gewerke waren und der Kunde für diese Arbeiten drei Firmen beauftragen musste. Zu dieser Zeit mussten wir noch für jedes Gewerk einzelne Handwerksmeister anstellen.
Seit den 1990er Jahren ist die Handwerksordnung überarbeitet und die einzelnen Dach-Gewerke bieten die Leistungen der anderen Gewerke mit an. Wir haben uns auf verschiedenen Gebieten spezialisiert und können auch alle anfallenden Arbeiten außerhalb des Daches komplett anbieten. Dazu haben wir Kooperationen mit anderen Firmen aufgebaut. So können wir im privaten Bereich komplette Sanierungen sowie im Objektbereich gewerblichen Hallenbau, Kindergärten, Schulen oder den anspruchsvollen Fassadenbau verwirklichen.
Der Schwerpunkt liegt bei uns bei hochgedämmten, ökologischen Energiespardächern, auf Wunsch in Verbindung mit einer Photovoltaikanlage als Steil- oder Flachdach, sowie Metalldächer oder -fassaden.
Den ökologischen Gedanken verfolgen wir durch die Anbindung  regionaler Lieferanten, Produkte, die im CO2-verminderten Herstellungsbereich liegen, alternative Dämm-
methoden (Zellulosedämmstoff) sowie die Vermeidung von Müll und fachgerechte Entsorgung von Sondermüll.
Bereits seit 2008 sind wir Mitglied im Umweltpakt Saar und führen als einer von wenigen Dachdeckerbetrieben in Deutschland die EMAS-Zertifizierung in unserem Wappen. Als erster Betrieb im Kreis Saarlouis haben wir die 5-Sterne-Zertifizierung, die für besondere Leistungen von der Deutschen Bauwirtschaft vergeben wird, erhalten. Diese Auszeichnung muss durch kontinuierliche Weiterentwicklung immer wieder neu erarbeitet werden. Trotzdem kann der Kunde bei uns immer mit einem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis rechnen, mit dem wir im Wettbewerb seit 1987 erfolgreich agieren.
Mit zwei angestellten Meistern, einer Technikerin sowie gut ausgebildeten Fachhandwerkern tragen wir den selbst gestellten hohen Ansprüchen Rechnung. Unsere Kunden aus dem privaten, gewerblichen sowie kommunalen Bereich schätzen unsere Zuverlässigkeit und unseren Rundumservice. Nach der Beauftragung braucht sich der Kunde um nichts mehr zu kümmern, Planungen, Genehmigungen, statische Prüfungen – alles wird von uns übernommen.

Spitzdach oder Flachdach, Holz oder Metall? Was sind die neuesten Trends bei Dächern?


Roman Bodtländer:
In den letzten Jahren gibt es einen wiedererwachten Trend zum Flachdach. In den 70er-Jahren waren diese bei den privaten Häuslebauern schon einmal sehr beliebt, sind aber durch viele schwarze Schafe im Dachdeckerhandwerk sowie schlechte Materialien in Verruf geraten. Heute sind die Materialien wesentlich besser geworden aber es gilt natürlich nach wie vor auf eine besonders hohe Ausführungsqualität zu achten.
Ebenfalls sehr beliebt geworden ist Metall. Dach und  Wandeindeckungen mit Zink, Aluminium, Stahl oder Kupfer werden in allen möglichen Formen, Farben und Varianten von uns nach Kundenwünschen genau geplant und umgesetzt.

Viel Sonne, aber immer noch wenig frisch: In der Frühlingszeit wünschen sich wieder mehr Hausbesitzer die Terrassensaison schon früher genießen zu können. Was können Sie hier den Kunden hierfür empfehlen?

Roman Bodtländer: Es sind nicht mehr nur die klassischen Terrassenüberdachungen, die den Kunden interessieren. Der Wunsch, sich vor den Wettereinflüssen ganzjährig zu schützen, kommt immer mehr. Wir können auf eine breitgefächerte Auswahl an Produkten zurückgreifen. Nach 20-jähriger Erfahrung im Wintergartenbau haben wir uns in den letzten Jahren immer mehr auf die Ausstattungsmöglichkeiten von Terrassendächern spezialisiert. Wir haben in unserem Angebot völlig unterschiedliche Typen: klassisch, modern und eine Überdachungsserie, die einzigartig im Saarland von uns vertrieben wird, die Pergotenda – das variable Cabrio-Dach.  Alle unsere Modelle lassen sich mit feststehenden oder beweglichen Glaselementen oder Rollfenster schließen und schaffen so eine angenehme Atmosphäre im Innenraum, der sogar noch mit Heizern und Möbel ausgestattet werden kann. Auch Gas-tronomen haben mit uns einen Aufenthaltsort für ihre rauchenden Gäste in besonderer Atmosphäre geschaffen.

Energiesparen und energetische Sanieren sind wichtige Schlagworte der letzten Jahre. Können Sie uns ein Beispiel geben, wie hoch das Einsparpotenzial liegen kann?


Roman Bodtländer:
Ein ungedämmtes Haus kann alleine über das Dach 800 bis 1000 Euro Heizkosten verursachen, für das ganze Haus können sich die die Mehrkosten auf 3000 bis 4000 Euro belaufen. Beim Ein- oder Mehrfamilienhaus haben wir deshalb immer schon den Schwerpunkt auf die Dämmung des Daches gelegt. Nach der Dämmung des Hauses kann man mit einem normalen Einfamilienhaus in 20 Jahren 80 000 bis 100 000 Euro Heizkosten sparen, Preissteigerungen bei den Heizkosten miteingerechnet. Alleine beim Dach kann man die Heizkosten von zwölf Litern Heizöl pro Quadratmer Dachfläche pro Jahr auf ein bis zwei Liter senken sowie zehn Tonnen CO2 pro Jahr einsparen!
Speziell in der Steildachdämmung setzen wir seit vielen Jahren auf umweltfreundliche Dämmstoffe aus Zellulose  oder Holz. Als unser Betrieb 1998 nach meiner Ausbildung als Energieberater als erster Dachdeckerbetrieb im Saarland damit angefangen hat, diese Dämmung zu verwenden, haben uns viele Kollegen und Architekten noch belächelt. Heute sind diese Dämmstoffe voll im Trend und bei den Kunden und anspruchsvollen Architekten sehr beliebt.
Wie viel müsste dafür in ein durchschnittliches Haus investiert werden? Welche Rolle spielen dabei öffentliche Förderprogramme wie Klima Plus Saar?
Roman Bodtländer: Es werden verschiedene Förderprogramme von Bund und Land angeboten. Leider ist das Angebot sehr unübersichtlich. Zuerst müssen die Maßnahmen der Sanierung definiert werden und dann muss man prüfen, ob man ein entsprechendes Förderprogramm dafür nutzen kann. Wenn man die Maßnahmen energetisch an die Förderbedingungen ausrichtet, sind günstige Finanzierungen und Zuschüsse möglich. Beim Programm Klima Plus Saar wird der Einbau von Dämmung im Dach bei einer Fläche von 150 Quadratmetern mit 900 Euro gefördert. Andere Programme der Kreditanstalt für Wiederaufbau unterstützen mit zinsgünstigen Krediten, Zuschüssen oder tilgungsfreien Anlaufjahren.
Ein Rechenbeispiel: Den Kosten von ca. 7000 Euro für die Dämmung beim Dach bei einem Einfamilienhaus steht eine Einsparung von Heizkosten von ca. 23000 Euro innerhalb von 20 Jahren entgegen. Also man sieht: Eine Investition in die Dämmung am Haus ist eine lohnende Sache.

Hohes Einsparpotenzial gibt es auch bei Fassaden. Welche Lösungen bieten Sie hier an?


Roman Bodtländer:
Für Fassaden bieten wir vorgehängte Fassadenverkleidungen an. Diese werden mit entsprechender Unterkonstruktion an der bestehenden Hauswand befestigt. Durch die Trennung von witterungsabweisender Außenschale und wärmedämmendem Kern, die durch eine Belüftungsebene voneinander getrennt werden, entsteht ein über Jahrzehnte funktionierendes Bauteil, das die äußeren Witterungseinflüsse abhalten und die Feuchtigkeit, die im Gebäuden entsteht, dauerhaft ableiten kann.
Darüber hinaus gibt es keinerlei Einschränkung, was die Oberfläche des Fassadensystems angeht. Moderne großformatige Platten, Metall, Holz oder auch verputzte Flächen lassen
dem Bauherren alle Möglichkeit, sein Haus individuell zu gestalten.
Ein weiteres Standbein Ihrer Firma ist die Installation von Photovoltaikanlagen.

Viele Menschen sind nicht sicher, ob sich eine Anschaffung vor dem Hintergrund sinkender Zuschüsse aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz überhaupt rechnet. Warum macht es Ihrer Meinung nach trotzdem Sinn, auf die Kraft der Sonne zu setzen?


Roman Bodtländer:
Der Strom aus der Steckdose wird immer teurer, der aus Photovolatik (PV) immer günstiger. Wir erreichen mittlerweile Netzparität, das heißt, dass der selbst erzeugte Strom aus PV gleichviel wie der eingekaufte über die Stromversorger kostet. Wenn man berücksichtigt, dass die Stromkosten jedes Jahr fünf bis acht Prozent steigen, ist eine Investition in eine PV-Anlage sehr lohnend. Gleichzeitig ist es natürlich auch ein gutes Gefühl, wenn man weiß, dass man seinen eigenen Strom erzeugt und von den marktbeherrschenden Strommultis nicht abhängig ist.
Investoren, die größere Anlagen (ab 30 Kwp) errichten, können eine Rendite ihres Kapitals erwirtschaften – im Moment sind sechs bis neun Prozent kein Problem. Durch sinkende Einspeisevergütung und sinkende Anlagenpreise wird sich dies bei vier bis sechs Prozent Rendite einpendeln. Eine übliche PV-Anlage auf einem Einfamilienhaus von 10 Kwp spart in ihrer Laufzeit von 30 Jahren 240 Tonnen CO2 ein. Das ist mit üblicher Stromerzeugung aus Kohle oder Gas nicht erreichbar.


Welche Pläne für die Zukunft hat Ihr Unternehmen?


Roman Bodtländer:
Erst einmal wollen wir unser 25-jähriges Bestehen feiern. Wir bieten unseren Kunden in der Woche vom 23. bis 28.April Sonderrabatte an und werden am 29. April ein großes Jubiläumsfest feiern. Wir würden uns auf regen Zuspruch freuen, da wir den Erlös aus dem  Verkauf von Speisen und Getränken sowie eine Umlage des Verkaufs in der Jubiläumswoche einem guten Zweck zukommen lassen Des Weiteren wollen wir weiter in unseren Standort und unsere Mitarbeiter investieren und unsere Kunden durch hohe Ausführungsqualität und besonderem Service  begeistern.

 

Bodtländer GmbH
Saarlouiserstr. 64
66773 Schwalbach
Tel.: (06834) 52520
E-Mail:
info@bodtlaender-gmbh.de
Internet:
www.bodtlaender-gmbh.de


© 2013 Saarländische Wochenblatt Verlagsgesellschaft mbH

Weitere Themen:

Sprache wählen:
WirtschaftÉconomie

Kontakt

Anzeigen
Anzeigenleiter
Günter Österreicher
Tel.: 0681-3 88 02 270
Fax.: 0681-3 88 02 259

Redaktion

Redaktionsleiter
Dr. Thomas Trapp
Tel.: 0681-3 88 02 160
Fax.: 0681-3 88 02 169

ABO

Ihr kompaktes Magazin für
Wirtschaft, Politik & Lebensart.

Werben Sie im saarland-journal.de
und erreichen Sie direkt die Entscheidungsträger
im Saarland und den
angrenzenden Regionen.

Bestellen Sie jetzt Ihr Abo
für nur 1.60 € / Ausgabe.

Gourmet

Frischer weißer Stangenspargel mit Kalbsfilet in Bärlauchkruste

Zutaten für 4 Personen: Bärlauchkruste: 50 g Bärlauch 100 g weiche Butter Zitronenabrieb Meersalz schwarzer Pfeffer 80 g...