Kultur

 24.07.2012

„Das Blaue Pferdchen“ wird 100

Der expressionistische Schatz des Saarlandmuseums: „Das Blaue Pferdchen“ von Franz Marc. Foto: Stiftung Saarländischer Kulturbesitz

Es ist eines der populärsten und bekanntesten Gemälde der Saarbrücker Sammlung: „Das Blaue Pferdchen“ von Franz Marc. Es steht im Mittelpunkt einer Ausstellung, die das Saarlandmuseum in der Alten Sammlung, Am Schlossplatz, noch bis 2. Dezember zusam¬men mit drei weiteren Gemälden von Franz Marc („Zwei Schafe“), Heinrich Campendonk („Springendes Pferd“) und August Macke (Sturm“) zeigt. „Das Blaue Pferdchen“ malte Marc für den Sohn seines Malerfreundes August Macke, „dem lieben Waltherchen“ zu dessen zweiten Geburtstag.
Jetzt begeht dieses berühmte Gemälde ein Jubiläum: Es wird 100 Jahre alt. Anlass genug, das Bild und auch die neuesten Forschungsergebnisse rund um dieses Gemälde in einer Ausstellung zu präsentieren, zumal das Bild als „die Schnittstelle von althergebrachter Kunst zur Moderne gilt und damit eine besondere Position in der Kunstgeschichte einnimmt“, wie Meinrad Maria Grewenig, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz betonte.
Auf eine weitere spannende Tatsache machte Grewenig aufmerksam. Bei einer Untersuchung des Gemäldes wurden Wülste und strukturelle Abweichungen an verschiedenen Stellen des Bildes festgestellt. Ein Röngtenkunstexperte brachte vor neun Jahren die Gewissheit, dass Mark das Bild übermalt hatte. Unter dem „Blauen Pferdchen“ verbarg sich ein zweites Gemälde, eine auf dem Kopf stehende Landschaft mit hochgezogenem Horizont und zwei Rehen, eines aufrecht stehend und eines am Grasen.
Gekauft hatte das Gemälde gegen heftigsten Widerstand Professor Rudolf Bornschein, der in diesem Jahr ebenfalls den 100. Geburtstag feiert. Mit seinem unbeirrbaren Engagement ebnete der einstige Museumsdirektor der modernen Kunst den Weg ins Saarland. Er ist damit auch der Vater des „Blauen Pferdchens“, das er 1956 für Saarlandmuseum erwarb. rs


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