Kultur

 29.04.2015

Leben und Tod – Himmel und Hölle

Plakat: SST

Neuinszenierung des Nimsgern-Erfolgsmusicals „Paradise of Pain“

Für ein Musical sind es überraschend ernste Themen: Leben und Tod, Himmel und Hölle. Und doch wurde „Paradise of Pain“ des saarländischen Star-Komponisten Frank Nimsgern 1998 zum Saisonserfolg – und die 59 Vorstellungen waren schnell ausverkauft. Erzählt wird die Geschichte zweier vertauschter Seelen: Durch einen Computerfehler der Heiligen Dreifaltigkeit werden zwei Männer nach ihrem plötzlichen und gewaltsamen Ableben in die falschen Bereiche des Jenseits geschickt. Der brave, naive und grundgute Bankangestellte Johannes Taucher aus Burbach landet in der Hölle, während sich der Ganove Jonathan Diver im Himmel wiederfindet. Die Verwechslung lässt sich nur so lange vertuschen, bis durch den Einfluss der Irrläufer in beiden Sphären Revolten der Insassen losbrechen und die Chefinnen der jeweiligen Institutionen pflichtvergessen ihre durchaus menschlichen Gefühle entdecken. Und so bekommen Diver wie Taucher eine erneute Chance auf ein irdisches Leben.
Frank Nimsgern, dessen Interessen zuvor eher bei der klassischen Oper, dem Jazz und der Rockmusik lagen, erinnert sich: „Erst mal bin ich an Paradise of Pain mit Süffisanz und Ironie herangegangen und habe versucht, das Operettenhafte des Genres zu parodieren, um in der Hölle den Rock & Soul stattfinden zu lassen. Aber es stellte sich etwas Überraschendes ein: Die älteren Zuschauer mochten die ‚Traumschiffmusik‘ des Himmels, die Jungen fuhren auf den Funk und R & B- Sound ab.“
Nun kommt die umjubelte Produktion erneut in Saarbrücken auf die Bühne. Nach der Premiere am 2. Mai stehen noch 20 weitere Vorstellungen auf dem Spielplan. Für die Neuinszenierung hat Frank Nimsgern drei neue Songs geschrieben, einiges uminstrumentiert, aber auch vieles belassen. Und Sebastian Welker ist ein Regisseur mit einem Händchen für glamouröse Effekte und überraschende Interpretationen, der am Saarländischen Staatstheater bereits mit der „Rocky Horror Show“ und „Parsifal“ beeindruckt hat.
In den Hauptrollen zu sehen sind unter anderem Musicalstar Patrick Stanke und Sandy Mölling, die vielen noch als No Angels-Sängerin bekannt ist. ro


© 2015 Saarländische Wochenblatt Verlagsgesellschaft mbH

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